Willkommen am Murtensee – Bienvenue au lac de Morat – Benvenuti sul lago di Murten – Welcome to Lake Murten

Der Murtensee – Lac de Morat – Lago di Murten, liegt in den Schweizer Kantonen Freiburg (Fribourg) und Waadt (Vaud). Der See wird geprägt von der namensgebenden Stadt Murten mit den Ortschaften Altavilla – Büchslen – Burg – Courlevon – Jeuss – Lurtingen und Salvenach im Freiburger Seebezirk.  Zur Jahrhundertwende 18 / 19 wurde der See noch Üchtsee genannt.

Die Stadt Murten befindet sich am Südufer des Sees und bildet auch das regionale Kultur und Wirtschafts Zentrum der Region Murtensee. Im Seebezirk und den angrenzenden Gemeinden leben rund 48.000 Einwohner auf einer Fläche von rund 205 km².

Murtensee Live Webcam:

Die Murtenseeregion des Seebezirks des Kantons Freiburg (Fribourg) wird neben der Stadt Murten ergänzt durch die Gemeinden CourtepinCressier Fräschels – Galmitz – Gempenach – Greng Gurmels Kerzers – Kleinbösingen – Meyriez – Misery Courtion Mont Vully – Muntelier – Ried bei Kerzers – Ulmitz. Am Südufer im Kanton Waadt (Voud) die See Gemeinden Avenches – Cudrefin Faoug – Vully les Lacs.

Die Stadt Murten 452 m, war bereits im 9. Jahrhundert im Königreich Burgund ein befestigter Ort und ist heute mit seiner historischen Altstadt und vielen erhaltenen Bauwerken aus dem Mittelalter eine gern besuchte Stadt. Von den rund 8.200 Einwohnern zählen rund 85% zur deutschsprachigen und rund 15% zur französischsprachigen Bevölkerungsgruppe.

Topologie Murtensee:

Der Murtensee 429m, liegt im Schweizer Mittelland und ist mit rund 22,8 km² der kleinste der drei großen Juraseen. Sein Wassereinzugsgebiet beträgt rund 690 km². Das Wasservolumenbeträgt rund 0,65 km³ und damit verbunden beträgt die fikitve Wassererneuerungszeit rund 1,7 Jahre. Die Zuflüsse des Sees sind die Broye mit der Arbogne und Petit Glane, Eau Noire Le Bey (Löwenbergbach) und die Ruisseau de Forel.

Der Abfluss des Sees ist der Broyekanal welcher in den Neuenburgersee (Lac de Neuchatel) mündet. Dessen Wasser fließt wiederum in den Bielersee (Lac de Bienne) und in weiterer Folge über die Aaare in den Rhein, welcher in den Bodensee mündet.

Die einzig nennenswerte Erhebung ist der im Norden des Sees gelegene Mont Vully – Wistenlacherberg mit 653 m.

Der Murtensee ist der „Kleinste“ im Drei Seen Land mit dem Bieler See (Lac de Bienne) 39,7 km² und dem NeuenburgerSee (Lac de Neuchatel) 217,6 km². Die kleine Insel La Grande Ile welche rund 1.000 m² groß ist liegt rund 30 m nahe Guevaux vom Nordufer entfernt. Bei Salavaux befindet sicher der längste zusammenhängende Sandstrand der Schweiz. Der See ist im Winter meist Eisfrei und im Sommer erwärmt sich das Wasser in den Monaten Juli und August bis zu ca. 22 Grad.

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Besonderheit:

Der Murtensee (Lac de Morat) dient mit dem Neuenburgersee als Rückhaltebecken für die Wassermassen die in den Bielersee mündende Aaare. Gerade wenn bei Hochwasser der Aare der Bielersee ansteigt, kommt der Zufluss vom Neuenburgersee in den Bielersee zum Stillstand und fließt bei ansteigendem Seespiegel der nur rund 2cm beträgt, nun das Wasser des Neuenburgersees durch den Broye Kanal entgegengesetzt in den Murtensee.

Auf den mehr oder weniger zusammenhängenden Seen Murtensee – Neuenburgersee und Bielersee verkehrt der historische Schaufelraddampfer Neuchatel welcher 1912 gebaut wurde.

Der Murtensee ist durch sein ökologisches Gesamtbild ein beliebtes Fischwasser in welchem die Arten Egli, Felchen, Hecht, Seeforelle, Wels und Zander zu den gängigsten Fischarten zählen. Die tiefste Stelle beträgt 44m, die mittlere Tiefe des Sees ist in etwas 23m.

History: Die Schlacht bei Murten, Samstag 22. Juni 1476

An diesem Samstag war die Region um den Murtensee Schauplatz einer Auseinandersetzung zwischen dem burgundischen Heer, angeführt von Herzog Karl dem Kühnen, und den Eidgenossen. Bereits Anfang Juni 1476 zog Karl mit seinem Heer vom Herzogtum Burgund kommend gegen Bern und lagerte ab dem 9. Juni in der befestigten Stadt Murten die unter dem Einfluß von Brugund stand. An dem besagten Samstag des 22. Juni 1476 wurde Karl der Kühne  von dem Heer der Eidgenossenschaft unter Herzog Rene von Lothringen angegriffen. Durch die Überlegenheit der eidgenössischen Infanterie wurde Karl der Kühne bei der Schlacht um Murten vernichtend geschlagen und waren damit auch die burgundischen Besitzungen in der Region Waadt verloren. Als Andenken an die Schlacht wurde 1822 ein Obelisk in Meyriez (Merlach) am Südufer des Murtensees errichtet.

Die Schlacht bei Murten, dargestellt in der Grossen Burgunderchronik 1466 – 1484